Aufgrund der derzeit grassierenden COVID-19-Epidemie sowie der Vorgaben von Behörden und der überregionalen Kirchenleitung finden 

derzeit keine Veranstaltungen

der Adventgemeinde Weimar statt.

Ermutigung

Wahnsinn! Purer Wahnsinn! Anders kann man das nicht betiteln, was da in unserer Welt gerade los ist. Regale leer, Läden dicht, und egal wann man das Radio oder den Fernseher anschaltet, gibt es nur ein Thema: Corona. Die stetig steigenden Zahlen von Infizierten sind beängstigend. Dramatisch sind die vielen persönlichen Geschichten und Tragödien, die sich hinter den Zahlen verbergen. Wie ein Schnellzug hat uns dieser Virus überrollt. Und mit einer kreischenden Notbremsung ist alles zum Stehen gekommen. Der Sportverein geschlossen, die Kinos und Theater dicht, Spielplätze und Parks zum Teil abgesperrt und sogar das Allerheiligste bleibt nicht unberührt: Gottesdienste und kirchliche Veranstaltungen können nicht mehr stattfinden. Sowas gab’s noch nie! Oder es ist zumindest ewig lange her. Und nun? Ich stelle mir die Frage: Was ist wirklich wesentlich? Was zählt in dieser Zeit? Wovon lebt der Mensch? Wovon lebe ich?

 

Wenn man auf die meterlangen leeren Regale in den Geschäften schaut, kann man den Eindruck bekommen: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern vor allem von Klopapier und Desinfektionsmittel.“ „Wohl bekomms!“ denk ich mir nur. Aber dann denke ich an Jesus. Hat Jesus nicht auch solche „seltsamen“ Zeiten erlebt? Zeiten der Krise? Durststrecken? Zeiten der Isolation und Einsamkeit?

 

Die Bibel berichtet davon, wie Jesus direkt nach seiner Taufe in die Wüste „geführt“ wurde. In meinen Ohren klingt das auch nicht ganz freiwillig. Vielleicht kam es für Jesus vollkommen unerwartet und unpassend. Vielleicht war er nach seiner Taufe voller Tatendrang und geistlicher Kraft und wollte sofort loslegen… wollten den Menschen nahe sein, ihnen dienen. Aber manchmal kommt es anders als man denkt und plant… Wie Jesus diese „Wüstenzeit“ mit der Hilfe und Kraft seines himmlischen Vaters überstanden hat, zeigt mir eins:

 

Wirklich wesentlich ist nicht, dass ich jeden Tag die maximale Auswahl am liebgewordenen Luxus habe. Wesentlich ist nicht, dass der Kühlschrank immer brechend voll ist. Wesentlich ist nicht, dass sich das gewohnte Rad unaufhörlich weiterdreht. Ja, nicht einmal, dass ich mich mit meinen Freunden und Verwandten treffen kann, wann immer es mir passt, ist am Ende wirklich wesentlich.

 

Wesentlich und damit „lebenswichtig“ ist, dass ich weiß: Da ist einer, der auch in bedrohlichen Zeiten ganz eng an meiner Seite ist und mich Tag für Tag mit dem versorgt, was ich zum Leben brauche.

 

Wesentlich ist, dass wir in Beziehung leben dürfen, auch wenn gemeinsame Treffen und Sicht- oder Handkontakt zurzeit schwierig oder unmöglich sind. Trotzdem dürfen wir Anteil nehmen aneinander, dürfen füreinander beten, können uns anrufen, Briefe schreiben oder eine E-Mail losschicken. Dazu will ich euch ausdrücklich ermutigen.

 

Wesentlich ist, dass ich auch in Zeiten der Krise und der Not Gründe zum Danken finde. Ist es nicht herrlich, wie ruhig und friedlich es auf einmal draußen ist? Ich höre, wie die Vögel den Frühling besingen. Ich freue mich, wenn die nette Postfrau an der Tür klingelt. Ich gehe spazieren und genieße den Duft der aufbrechenden Blüten. Das Leben ist noch da! Und es ist schön!

 

Was ist für dich wesentlich in diesen Zeiten?

 

Bleib behütet und beschützt!

 

Matthias Scheel

 

Wir sanieren unser Gemeindehaus!

 

Aus diesem Grund finden derzeit alle Gottesdienste samstags um 09:30 Uhr in der Johanneskirche in Weimar, Tiefurter Allee 2c statt.

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Adventgemeinde Weimar
Gerberstraße 13
99423 Weimar

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